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"Improkal" geht an ein internationales Team

In der vergangenen Samstagnacht fiel die Entscheidung: Vier professionelle Improvisationstheatergruppen kämpften im Rahmen der 6. Impronale am vergangenen Wochenende um den begehrten „Improkal“. Das Publikum punktete am Ende für das internationale Team Brehamwi Schweber.
Kurze Videoaufnahmen als bewegte menschliche Portraits zeichneten den Beginn einer flüssig aufgeführten „soup opera“ mit spannenden Details und gekonnt in Szene gesetzten menschlichen Innenwelten. Bilder der Saalestadt, eigenwillig ausgesuchte Häuseransichten, stille Szenen im Park, und Kurzaufnahmen versteckter mimischer und gestischer Offenbarungen dreier im Wesen verschiedener Menschen mischten sich abwechselnd mit dem spontanen körperbetonten und sprachlichen Spiel der Darsteller. Die zunächst einzeln dargestellten Protagonisten berührten sich auf der Bühne scheinbar ungewollt und bildeten am Ende ein imposantes Beziehungsgeflecht. Die experimentelle Vermischung von Videoproduktion und Improvisation gelang in „Bilderleben“ und führte zu einer tragigkomischen bühnenreifen Beziehungsgeschichte.
Ungeplant unterstützt wurde die Gruppe bestehend aus: Rena Hippen (Bremen), Klaus Friese (Hamburg), Susanne Rosenstingl (Wien), Axel Gottsch (Schwerin) und Joachim Schulz (Berlin) vom Züricher Imrovisationsmusiker Gabriel Stampfli. Mit seinem dramatisierenden, leisen, eindringlichen oder dahinplätschernden Spiel forcierte er unentwegt die Spannung und gab dem Stück somit eine zusätzliche, emotional anrührende Note.

(ZDF Theaterkanal, 02.12.2008)

"Bilder.Leben" (Berlin, Mai 2009)